Veröffentlicht am 01.11.2020
Briefe mit bunten Zeichnungen

Wettbewerb "Welt fair ändern" - die Klasse 6e ist im Rennen

1. November 2020
Der Beitrag der Klasse 6e aus der Oberschule Artland wurde für den Wettbewerb "Welt fair ändern - Hoffnungszeiten setzen" der evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg angenommen.

Der Wettbewerb wurde bei der Arbeitsstelle für Religionspädagogik in Oldenburg für das Schuljahr 2020/21 für verschiedene Schulformen ab der Klasse 5 ausgeschrieben. Im Zentrum des Wettbewerbs steht die Coronapandemie und die Chance, dieser "Zeit der Lähmung" unseres gesellschaftlichen Lebens Positives und Hoffungsvolles für die Zukunft abzugewinnen. Anhand von Fotos sollen die Teilnehmenden Hoffnungszeichen, die sie um sich herum entdecken, dokumentieren.

Die OBS-Klasse 6e unter der Leitung von Frau Meyer zur Drehle setzte mit ihrem Beitrag selbst ein Hoffnungszeichen, indem die Schülerinnen und Schüler Briefe an Menschen mit geistiger Behinderung aus der Heimstatt Clemens August in Neuenkirchen schrieben und gestalteten. Die 13 Bewohner der Wohngruppe (im Alter zwischen 21 und 60 Jahre) erleben während der Corona-Pandemie eine besonders harte Zeit, da sie die meisten ihrer sonst alltäglichen Sachen nicht mehr machen dürfen: Besuche ihrer Familienangehörigen sind nicht mehr gestattet, sie dürfen ihre Arbeitsplätze nicht mehr aufsuchen oder ihre Einkäufe erledigen.

Die Idee, diesen Menschen in der schwierigen Zeit Mut zu machen, ergab sich aus dem damaligen Thema des Deutschunterrichts: Die Schülerinnen und Schüler lernten zu diesem Zeitpunkt alles zum Thema "Briefe" und nahmen begeistert den Vorschlag der Lehrerin auf, "jemandem "Realen" einen Brief zu schreiben" - so Frau Meyer zu Drehle in dem Bewerbungsanschreiben der Klasse. Lediglich den Namen und ein bzw. zwei Freizeitbeschäftigungen erhielten die Schülerinnen und Schüler als Informationen. Es entstanden tolle, sehr individuelle Briefe, die durch eigene Zeichnungen geschmückt wurden: Darauf zu entdecken sind etwa ein „Coronamonster“, der Regenbogen als Zeichen der Hoffnung und der Solidarität gegen Corona oder die „Hand“ nach dem Motto „Wir halten zusammen – ich reiche dir meine Hand". Anschließend wurden die Briefe an die Wohngruppe übergeben.

Mitte September bekam die Klasse 6e 13 Rückantworten. Erst jetzt erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wer ihre Briefe empfangen hat. Auch sie waren sehr gespannt und freuten sich sehr, über den Inhalt und die Gestaltung der Briefe. Es spielte dabei keine Rolle, ob die Briefpartner selbst schreiben und lesen können. Auch war es unwichtig, in welchem Alter der „Briefpartner“ ist oder wie er aussieht. Vielmehr beeindruckte es die Schüler, wenn es Gemeinsamkeiten trotz des Altersunterschiedes gab. Anschließend erarbeiteten die Schüler in Kleingruppen, warum ihre Briefe Hoffnungszeichen sind.

Wir gratulieren der Klasse 6e für die Aufnahme in den Wettbewerb und wünschen alles Gute für seinen weiteren Verlauf!